Evangelisches Berufsausbildungszentrum

 

Das evangelische Berufsausbildungszentrum - "Collège Privé d'Enseignement Technique de Koudougou (CPET)"

 

 

 

 

 

 

 

Das evangelische Berufsausbildungszentrum
"Collège Privé d'Enseignement Technique de Koudougou (CPET)" in Koudougo/Burkina Faso braucht Unterstützung, damit es nicht zu einer einfachen allgemeinbildende Schule herabgestuft werden muss.




1985 gegründet
Das CPET (kurz auch CET) wurde 1985 von der evangelischen Kirchenföderation "Federation des Eglises et Missions Evangeliques (FEME)" gegründet, um dem Bedarf an gut ausgebildeten Handwerkern gerecht zu werden.




Erfolgreiche Ausbildung
Das CPET ist eine von insgesamt vier Ausbildungsstätten dieser Art in Burkina Faso. Bei der theoretischen und praktischen Abschlussprüfung in Ouagadougou fallen die Schüler des CPET mit guten Leistungen auf. Nach einer unabhängigen Studie haben 60% der Absolventen des CPET in ihrem erlernten Beruf Arbeit gefunden, 10% haben weiter gelernt zum Beispiel mit einem Ingenieurstudium, 15% arbeiten in anderen Berufen und nur (!) 15% waren arbeitslos. Demgegenüber beträgt bei Absolventen allgemeinbildender Schulen oder ähnlicher Ausbildungsgänge die Arbeitslosigkeit 80%. Das zeigt, wie sinnvoll eine gute Handwerkerausbildung ist, sowohl um den Bedarf nach Fachkräften zu decken, als auch um jungen Menschen eine Chance zu geben.




Schüler und Schülerinnen
Jungen und Mädchen werden nach der Primarschule aufgenommen, also nach sechs Jahren Schulbesuch. Die besten Absolventen der Primarstufe aus dem Gebiet um Koudougou erhalten vom Staat ein Stipendium von 100 Euro pro Jahr (etwa die Hälfte der Kosten). Es werden pro Jahr etwa 50 bis 60 SchülerInnen aufgenommen. Die Ausbildung besteht aus einem Berufsvorbereitungsjahr und 3 Jahren Ausbildung im gewählten Beruf. Praktischer und theoretischer Unterricht erfolgt in den Fächern Maurer, Bauzeichner, Bauschlosser, Schreiner und Elektriker.




Folgen des Sparzwangs
Seitdem internationale Vorgaben den Staat zu Sparmaßnahmen zwingen, hat er die Unterstützung privater Einrichtungen eingestellt. Daher gab es 2007 Überlegungen der FEME, die wegen der erforderlichen Materialbeschaffung kostspielige Berufsausbildung einzustellen und das Collège auf den Status einer allgemeinbildenden Anstalt abzuspecken. Um aber das CPET in der bisherigen Form weiter betreiben zu können, haben die Lehrer auf einen Teil ihres geringen Gehalts verzichtet und dadurch versucht, das Defizit zu verringern. Bei Monatsgehältern zwischen 90 und 120 Euro ist das ein kaum zu überbietender Ausdruck der Solidarität mit ihrer Einrichtung!

 

 




Wie geht es weiter?
Der Arbeitskreis TIKATO hat es sich daher zur Aufgabe gemacht, um Spenden für die Materialbeschaffung zu werben, um trotz der inzwischen durch eine erhöhte Mehrwertsteuer gestiegenen Kosten den erforderlichen Betrag von rund 11.000,-- Euro für den Erhalt dieser so wichtigen Einrichtung sicherstellen zu können. In Zusammenarbeit mit der Inselkirchengemeinde Langeoog ist dies für 2008 gelungen. Das Unterstützungsprojekt soll auch 2009 fortgesetzt werden.

 

 



Denn: Das Tor soll offen bleiben!





Aktuelles vom CET im Januar 2009

344 Schüler besuchen zu Beginn des Jahres 2009 das CET; 20 Prozent davon sind Frauen. 19 Schülerinnen und Schüler erlernen momentan die Theorie im Fach „Elektriker“: Der Lehrer hat hierzu eine Ausbildung im Jahr 2008 in Frankreich absolviert.

Während im staatlichen Bereich die Schülerschaft in ähnlichen Schulen nur mit 30 Prozent das staatliche Diplom erreicht, sind es beim CET im Durchschnitt seit vielen Jahren 75 Prozent.

 

 


 

 

 

 

 

 

Mehr Material hat die Elektrikerklasse leider nicht. Die Kiste ist eine Spende aus Frankreich

 

 

 

 

 

 

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