Mehr als 4300 Mangos aus Burkina Faso in Windeseile abgegeben

Kaum kamen sie über den Kirchenbezirk Böblingen aus Burkina Faso in die Kirchengemeinde Naunheim und in den Arbeitskreis Brot für die Welt -TIKATO, schon waren sie alle weg.

Mit der Abgabe von 4300 Mangos (insgesamt kamen 4.600) innerhalb von drei Tagen an den vier Abgabeorten Ökumenisches Zentrum Naunheim durch Renate Wagner, sowie dem TIKATO- Team um Wilhelm Wilmers in Dalheim, vor dem Evangelischen Rentamt und auf dem Markt in der Wetzlarer Bahnhofstraße war die Aktion „Tausche Mangos gegen Schule“ wieder ein großer Erfolg. Für Kunden in Braunfels werden am Samstag ab 9 Uhr die letzten bei Lore und Wolfgang Gerster neben dem Biostand vor dem Schlosshotel erhältlich sein. Die „Königin der Früchte“, wie sie nicht nur in den warmen Ländern der Erde genannt wird, begeisterte auch viele neue Käufer. “Dieses Mal kam auf jeden Stammkäufer immer mindestens ein neuer dazu“, berichtet Wilhelm Wilmers. In seiner mit „TIKATO“ gezeichneten Garage in Dalheim wurden bereits in den ersten fünf Stunden mehr als 1000 Früchte abgeholt. Manche zogen begeistert mit den ersten Kartons voller Freude über die Früchte aus dem Sahelland ab. Andere aber wollten genaue Informationen zur Aktion direkt.

Sie erfuhren, dass der gesamte Erlös christlichen Grundschulen in Burkina Faso zugute kommt und davon Lehrer und Schulmaterial bezahlt werden können. Nur 50 Prozent der burkinischen Kinder können aufgrund der Armutslage überhaupt in die Schule gehen. Oft sind bis zu 100 Schülerinnen und Schüler in einer Klasse, obwohl die Regierung eine Richtzahl von 70 angibt. “Aber dann stehen die anderen vor der Tür. Wir können sie doch nicht wegschicken“, erklärte der burkinische kirchliche Partner Etienne Bazié auch dem Mangoaktion –Koordinator Alfred Weber.

Durch die Mangoaktion im Raum Wetzlar-Gießen können sich zehn dreiklassige Grundschulen, an denen jeweils mehr als 200 Kinder unterrichtet werden, ein ganzes Jahr lang finanzieren. Also kann für eine Kiste Mangos ein Kind ein Jahr lang in die Schule gehen.

Aus technischen Gründen gibt es pro Jahr nur ein begrenztes Kontingent von insgesamt etwa 60.000 Mangos für Böblingen, Langeoog und den Raum Wetzlar-Gießen. Eine besondere Solidarität der Käufer erfuhr das TIKATO- Team am Standort Rentamt und in der Bahnhofstraße. Als die Mangomenge deutlich zur Neige ging, waren Pfarrerinnen und Einzelkäufer auch dazu bereit, ihre vorbestellte oder geplante Menge zugunsten derer, die noch nichts hatten, zu reduzieren. Die restlichen 90 Mangos am Wetzlarer Wochenmarkt waren schnell weg.

 


v.l.n.r.: Rolf Schwarz, Gisela Telgenbüscher, Wilhelm Wilmers und Aktionskoordinator Alfred Weber mit einer Kundin beim Verkaufsstand in der Bahnhofstraße in Wetzlar.





 

 

 

 

 

 

 

 

Fotostrecke Mangoaktion 2009

 

 

 













 

 

 

2009 - Mehr als 4300 Mangos aus Burkina Faso in Windeseile abgegeben

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